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Als Köchin keinen Bock auf Kochen? So wird's trotzdem ein schnelles gesundes Abendessen!

Auch Köch:innen haben faule Tage.
Auch Köch:innen haben faule Tage.

Als Köchin keinen Bock auf Kochen? Kann das sein? Und wie!


Besonders in der Zeit, als ich noch als Köchin gearbeitet habe, also den ganzen Tag in der Küche stand, war mir die Lust aufs Kochen wenn ich verschwitzt und müde nach Hause kam auf jeden Fall vergangen. Und dann wurden es halt oft die Fertig-Ramen. Sorry not sorry.


Viele glauben wohl, Köch:innen würden sich super gesund ernähren, weil Kochen bzw. Ernährung ja unser Job ist. Aber ich bin mir ziemlich sicher: Wenn du Friseur:in bist, hast du auch nicht das Bedürfnis, in deiner Freizeit noch Haare zu schneiden, right? Oder wenn du Buchhalter:in bist, machst du abends zur Entspannung auch keine Steuererklärungen. Stimmts? 😄


Anyways. Ja, ich habe mich damals vorwiegend von Ramen ernährt. Zumindest bei den Mahlzeiten, die ich nicht an meinem Arbeitsort eingenommen habe.

Schlechtes Gewissen? Paperlapapp! Wem gegenüber denn? Wenn dann mir selbst. Und wenn es nicht ständig vorkommt und ich die Ramen durch Gemüse und Co. ergänze, sind sie gar nicht so schlimm.


Das passiert mir heute immer noch ab und an. Momentan habe ich so viele Projekte am Laufen, dass ich manchmal gar nicht mehr weiss wo mir der Kopf steht. Ich sehe nur noch eine riesige To-do-Liste die eher länger wird als kürzer, und fühle mich komplett überfordert. An solchen Tagen kann jede weitere Entscheidung die getroffen werden muss das Fass zum Überlaufen bringen. Und dann passiert es auch gerne, dass ich ins Prokrastinieren rutsche und wie paralysiert bin.


Genau dann ist ein Gericht das ich auch im Schlaf machen könnte Gold wert. Kein Nachdenken. Kein Planen. Einfach machen.


Aber: Bewusster als früher. Ich habe dem Gericht ein kleines Nährwert- und Geschmacksupgrade gegeben, und mir ein System gebaut, damit ich auch wenn der Kopf streikt trotzdem was Gutes auf den Tisch bringe. Willst du wissen wie? Dann pass jetzt gut auf!


Mein Lieblingstipp für ein schnelles gesundes Abendessen: schlau einkaufen


Bevor wir zu den Nudeln kommen, müssen wir kurz über Habit Building reden. Denn mein absoluter Lieblingstipp ist dieser: Schlau einkaufen. Wer schlau einkauft, muss zu Hause nicht "stark bleiben" und Versuchungen widerstehen.

Ich merke das jeden Tag wenn Cravings hitten. Dann kann ich nämlich entscheiden zwischen Nüssen, Linsenwaffeln mit Brotaufstrich und frischem Obst, weil ich halt sonst nix da hab. Funktioniert wirklich super! 😉


Ehrlich gesagt klappt das nicht immer. Es kommt auf meinen Mood, meine Energie und meine Standfestigkeit beim Einkaufen an. Manchmal klappt es sehr gut und ich kaufe wirklich nur "gute" Dinge. Und dann gibt es Tage wo so einiges an Scheiss im Korb landet, der in schwachen Momenten schnell verspeist ist. Das Leben halt. 😅

Aber die Fertig-Ramen? Die hab ich schon länger nicht mehr gekauft. Nicht weil ich so diszipliniert bin, sondern weil Reisnudeln auch nicht wirklich mehr Aufwand bedeuten. Das Gemüse will ich ja sowieso drin haben!


Das Gleiche gilt fürs Abendessen. Wer schlau einkauft, hat immer Staples da, die schnelle Essen ergeben. Bei mir sind das auf jeden Fall: rote Linsen, Kichererbsen im Glas, Couscous, Tomatensauce, Sojasahne, Reisnudeln, und Pesto, das sich super vorproduzieren und in Portionen einfrieren lässt.


Und das Geniale: Diese Saucen kann man super kombinieren! Tomatensauce mit Sojasahne oder Pesto mit Sojasahne, Träumchen! Dazu angebratenes Gemüse und fertig ist der Super Star.


Die Nudeln: Basis ist alles


Also, starten wir mit den Nudeln. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Klar, du kannst die Fertig-Packungen nehmen. Aber die haben meist nicht die besten Inhaltsstoffe. Es gibt auch Mie Nudeln, die schmecken ähnlich, sind aber meistens nicht so vollgestopft mit E's. Udon können auch verwendet werden.


Was ich aber mittlerweile am liebsten nehme: Reisnudeln! Gerne Vollkorn, die weissen tun es aber auch. Und nicht die ganz dünnen, keine Glasnudeln, sondern die breiteren, quasi wie Tagliatelle.


Die Nudeln sind die Basis. Ich koche sie gerne in Gemüsebrühe, das gibt extra Geschmack, genau wie ein Schuss Sojasauce oder ein Löffel Misopaste ins Kochwasser. Aber Salz geht auch. 😉


Gemüse: Je mehr, desto besser


So ziemlich alles kann rein!
So ziemlich alles kann rein!

Laut der Planetary Health Diet sollte Gemüse die Hälfte vom Teller ausmachen. Ich finde das einen ziemlich guten Richtwert.


Gemüse verwende ich gerne viel und am liebsten auch verschiedenes. Das Gute ist: so ziemlich alles kann rein! Was ich am liebsten mag: Karotten, Brokkoli, Kefen, Pilze. Aber ihr könnt einfach nehmen, was ihr grad zu Hause habt. Für mehr Geschmack gerne auch Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und/oder Chili.


Beim Gemüse gibt es zwei Optionen:


Option 1 – die schnelle: Gemüse einfach mit den Nudeln mitkochen. Wenig Aufwand, wenig Abwasch.


Option 2 – das Next Level: Bratet das Gemüse an! Röstaromen geben super viel Geschmack rein, es lohnt sich wirklich. Ich nehme dafür gerne die gleiche Pfanne, in der ich dann später auch die Nudeln koche. So hab ich weniger zum Abwaschen. 😉 Aber bei Zeitdruck und wenn man eine Spülmaschine hat, geht auch ein extra Topf.


Röstaromen geben super viel Geschmack rein.
Röstaromen geben super viel Geschmack rein.

So geht's: Etwas Öl in der Pfanne erhitzen, falls verwendet Zwiebeln rein, gerne in groben Streifen. Etwas braten, dann hartes Gemüse (Karotten, Süsskartoffeln, Brokkoli...) dazu, weiter braten. Mit der Zeit das restliche Gemüse dazu. Falls es zu dunkel wird aber noch zu viel Biss hat: einfach mit ein bisschen Wasser abgedeckt fertig garen.


Am Schluss gebe ich gerne noch asiatische Würze hinzu: Sojasauce, Reisessig oder Zitronensaft, optional Hoisin Sauce oder Ahornsirup, gerne auch geröstetes Sesamöl und manchmal sogar Flüssigrauch. Peanutbutter funktioniert auch gut!


Proteine nicht vergessen


Ok, und bevor ich's vergesse: die Proteine! Hier hab ich früher immer gerne Eier verwendet, entweder direkt mit Gemüse und Nudeln im Topf mitkochen, oder als Spiegelei drauf. Heutzutage nehme ich gerne Tofu oder Tempeh, das ich zusammen mit dem Gemüse anbrate. Aber hier könnt ihr natürlich hinzufügen, worauf ihr Lust habt.


Der Flavor Boost: Crispy Chili Öl


Und zum krönenden Abschluss: die Toppings. Für mich nicht verhandelbar: Crispy Chili Öl! Und zwar selbstgemachtes. Davon hab ich immer ein grosses Glas im Kühlschrank um im Handumdrehen aus "naja" ein "wow" zu machen.


Dann gerne auch noch Frühlingszwiebeln, Sprossen, Sesam und was euch sonst so einfällt.

Fertig ist das schnelle und trotzdem leckere und gesunde Mahl. Bon appétit!


Fertig ist das schnelle und trotzdem leckere Mahl.
Fertig ist das schnelle und trotzdem leckere Mahl.

Das Crispy Chili Öl Rezept – und eine einmalige Chance


Das Rezept für mein selbstgemachtes Crispy Chili Öl wird Teil meines neuen E-Learnings, einem Kurs rund um genau diese Themen: schlau einkaufen, Staples aufbauen, Flavor Boosts kennen, und aus dem was da ist etwas Gutes machen. Ohne Stress. Ohne Disziplin. Mit System.


Und bevor es offiziell startet, gibt es eine einmalige Gelegenheit: Ich suche Menschen die den Kurs gratis testen, und mir im Gegenzug ehrliches Feedback geben. Kein Schönreden, kein "super toll", sondern echtes Input das den Kurs besser macht.

Interesse? Meld dich bei johanna@eatopedia.com – ich freu mich! 💚


Was kocht ihr, wenn ihr eigentlich gar keine Lust zu kochen habt? Verratet mir eure "Guilty Pleasures", die mit ein paar kleinen Upgrades gar nicht mehr so guilty sind! 💚


Bis zum nächsten Mal, eure Dinkeldörte

 
 
 

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